Yogitee`s Sternschnuppenzauberwelt


 

 

 

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Gott gab uns 2 Hände zum Halten, 2 Beine zum Gehen,

2 Ohren zum Hören, 2 Augen zum Sehen. Wieso nur 1 Herz??

Weil das 2.Herz jemand anderem geschenkt wurde

und es unsere Aufgabe ist, es zu finden...

 

 

(Verfasser unbekannt)

 

 

 

 

 

 

Er ist`s

 

Frühling lässt sein blaues Band

wieder flattern durch die Lüfte;

süße, wohlbekannte Düfte

streifen ahnungsvoll das Land.

Veilchen träumen schon,

wollen  balde kommen. –

Horch, von fern ein leiser Harfenton!

Frühling, ja du bist`s!

Dich hab ich vernommen!

 

(Eduard Mörike)

 

 

 

Urteile nie

Ein sehr armer, alter Mann lebte in einem Dorf, aber selbst Könige waren neidisch auf ihn, denn er besaß ein wunderschönes weißes Pferd.
Ihm wurden phantastische Summen für das Pferd geboten, aber er verkaufte es nie.
Eines Morgens fand er sein Pferd nicht mehr im Stall.
Das ganze Dorf versammelte sich, und die Leute sagten: Du dummer alter Mann! Wir haben immer gewusst, dass das Pferd eines Tages gestohlen würde. Es wäre besser gewesen, es zu verkaufen. Welch ein Unglück!
Der alte Mann sagte: Geht nicht so weit, das zu sagen. Alles was ist, ist: Das Pferd ist nicht im Stall. Das ist eine Tatsache. Alles andere ist Urteil. Ob es ein Unglück ist oder ein Segen, weiß ich nicht, weil ich nicht weiß, was folgen wird.
Die Leute lachten den Alten aus. Sie hatten schon immer gewusst, dass er ein bisschen verrückt war. Aber nach 15 Tagen kehrte das Pferd zurück. Es war nicht gestohlen worden, sondern in die Wildnis ausgebrochen. Und nicht nur das, es brachte auch noch 12 wilde Pferde mit. Wieder versammelten sich die Leute und sagten: Alter Mann, du hattest Recht, es hat sich tatsächlich als Segen erwiesen. Der alte Mann entgegnete: Wieder geht ihr zu weit. Alles was ist, ist: Das Pferd ist zurück. Ihr lest nur einen einzigen Satz - wie könnt ihr das ganze Buch beurteilen?
Der alte Mann hatte einen einzigen Sohn, der begann die Wildpferde zu trainieren. Schon eine Woche später fiel er vom Pferd und brach sich die Beine. Wieder versammelten sich die Leute und urteilten: Du hattest Recht, es war ein Unglück. Dein einziger Sohn kann nun die Beine nicht mehr gebrauchen, und er war die Stütze deines Alters. Jetzt bist du ärmer als je zuvor. Der Alte antwortete: Ihr seid bessesen vom Urteilen. Alles was ist, ist: Mein Sohn hat sich die Beine gebrochen. Niemand weiß, ob dies ein Unglück ist oder ein Segen. Das Leben kommt in Augenblicken, und mehr bekommt ihr nie zu sehen.
Es ergab sich, dass das Land einen Krieg begann. Alle jungen Männer des Ortes wurden zwangsweise zum Kriegsdienst eingezogen. Nur der Sohn des alten Mannes blieb zurück, weil er gebrochene Beine hatte. Der ganze Ort war vom Wehgeschrei erfüllt, weil dieser Krieg nicht zu gewinnen war und man wusste, dass die meisten jungen Männer nicht nach Hause zurückkehren würden.
Die Leute kamen zum alten Mann und sagten: Du hattest Recht, es hat sich als Segen erwiesen; Der alte Mann antwortete: Ihr hört nicht auf zu urteilen. Alles, was ist, ist: Man hat eure Söhne in die Armee eingezogen, und mein Sohn wurde nicht eingezogen. Nur das Ganze weiß, ob dies ein Segen oder ein Unglück ist.

URTEILE NIE!

 

 

 

 

 

 

 

 
 
 
Spuren im Sand
 
Ich träumte eines Nachts,
ich ging am Meer entlang
mit meinem Herrn.
Und es entstand vor meinen Augen,
Streiflichtern gleich, mein Leben.
 
Nachdem das letzte Bild an uns
vorbeigeglitten war, sah ich zurück
und stellte fest,
dass in den schwersten Zeiten
meines Lebens
nur eine Spur zu sehen war.
 
Das verwirrte mich sehr,
und ich wandte mich an den Herrn:
„Als ich dir zu folgen, damals alles,
was ich hatte, übergab,
um dir zu folgen, da sagtest du,
du würdest immer bei mir sein.
Warum hast du mich verlassen,
als ich dich so verzweifelt
brauchte?“
 
Der Herr nahm meine Hand:
„Geliebtes Kind,
nie ließ ich dich allein,
schon gar nicht
in Zeiten der Angst und Not.
Wo du nur ein Paar Spuren
in dem Sand erkennst,
sei ganz gewiss:
 
ICH HABE DICH GETRAGEN.“
 
Mit 21 Jahren, im Oktober 1964 schrieb die in Kanada lebende deutschstämmige Margaret Fishback-Powers das Gedicht Spuren im Sand. ...
 gesendet an mich von Sr. Hannelore

                                                   

                           
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 Mondnacht

Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis die Wälder,
So sternklar war die Nacht.

Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.

(J.F.v.Eichendorff)

 

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mein absolutes Lieblingsgedicht, dass ich im August 2002 von K. bekam                                                                                                                                                 

VON DER LIEBE GETRAGEN

Wo du geliebt wirst, kannst du getrost alle Masken ablegen,
darfst du dich frei und ganz offen bewegen.
Wo du geliebt wirst, zählst du nicht nur als Artist,
wo du geliebt wirst, darfst du so sein, wie du bist.

Wo du geliebt wirst, mußt du nicht immer nur lachen,
darfst du es wagen, auch traurig zu sein.
Wo du geliebt wirst, darfst du auch Fehler machen,
und bist trotzdem nicht häßlich und klein.

Wo du geliebt wirst, darfst du auch Schwächen zeigen
oder den fehlenden Mut, brauchst du die Ängste
nicht zu verschweigen, wie das der Furchtsame tut.

Wo du geliebt wirst, darfst du auch Sehnsüchte haben,
manchmal ein Träumender sein, und für Versäumnisse,
fehlende Gaben räumt man dir mildernde Umstände ein.

Wo du geliebt wirst, brauchst du nicht ständig zu fragen
nach dem vermeintlichen Preis. Du wirst von der Liebe
getragen, wenn auch unmerklich und leis.


Elli Michler

 

 

 

Adventskalender



Ich gäb`dir gerne einen Kalender,
einen Kalender zum ersten Advent,
in dem, versteckt hinter kleinen Türchen,
etwas ist, was jeder Mensch braucht und kennt.

Am 1. wäre hinter dem Türchen Verständnis,
hinterm 2. Türchen ist Phantasie,
hinterm 3. Humor,
und dann kommt am 4. eine Portion Euphorie.

Hinterm 5. Türchen findest du Hoffnung,
hinterm 6. eine Menge Zeit,
und öffnest du dann das 7. Türchen,
entdeckst du dahinter Geborgenheit.

Im 8. Türchen sind Spaß und Freude,
im 9., da ist die Zuversicht,
hinterm 10. verborgen sind Kraft und Stärke,
im 11. ist Glück und im 12. ist Licht.

Hinterm 13. Türchen, da ist der Glaube,
am 14. findest du Menschlichkeit,
am 15. Trost und am 16. Frieden,
hinterm 17. Türchen die Zweisamkeit.

Am 18. findest du gute Gedanken,
am 19. Achtung vor Mensch und Tier,
am 20. Hilfe. Fast ist alles offen,
zu öffnende Türchen gibt´s nur noch vier.

Hinterm 21. kommt die Freundschaft
und am 22. die Toleranz,
am 23. die innere Ruhe-
am 24. strahlt der Christbaum in seinem Glanz.

Hinter dem Türchen am Heiligen Abend
sind keine Geschenke, nicht Reichtum und Geld,
hinter diesem Türchen, da ist die Liebe,
das größte und wichtigste auf dieser Welt.

Ich gäb`dir so gerne diesen Kalender,
diesen Kalender zum ersten Advent,
doch musst du sie alle selbst dir suchen,
die Dinge, die jeder Mensch braucht und kennt.

( Verfasser unbekannt)

 

 

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Ein kleiner weißer Zettel

Auf einen kleinen
weißen Zettel schrieb ich,
was morgen zu besorgen ward.
Den kleinen weißen Zettel
hielt ich in meiner Tasche
- wohlverwahrt.
Doch als ich ihn
dann endlich brauchte
und zwischen meinen Fingern hielt,
da stand auf meinem kleinen Zettel
statt vieler Worte
"Hab dich lieb".

Heut steckt der
kleine Zettel am Spiegel,
den ich täglich seh.
Und kommen täglich
neue Falten in mein Gesicht,
sie tun mir nicht mehr weh.

(Eleonore Lorenz)

 

 


 

                                                                        

                                         

                       Hier ebenfalls ein wunderschönes Werk, von Erika Pluhar, die eigentlich singt.

                             

 

 

Lass es zu,

dass du dich schwach fühlst und beschämend klein.

Lass es zu,

wie eine Schnecke ohne Haus zu sein.

Lass es zu,

dass jeder sieht, du bist kein grosser Held

und lass es zu,

dass dir dein kleines Leben doch gefällt.

Lass es zu,

dass du dich schön fühlst wie ein Märchenschloss.

Lass es zu,

und ziehe unbesorgt dein grosses Los.

Lass es zu,

dass jeder sieht, wie dir die Freude steht

und lass es zu,

dass jede gute Zeit vergeht.

Lass es zu,

dass du vor Liebe fast in Stücke brichst.

Lass es zu,

dass du vor Sehnsucht dumme Worte sprichst.

Lass es zu,

dass man dir tief in deine Seele schaut,

und lass es zu,

dass sie sich frei zu andern Menschen traut.

Lass es zu,

wenn man dir weh tut, deinen Stolz verletzt.

Lass es zu,

wenn deine Wut, dein Zorn sich widersetzt.

Lass es zu,

doch nimm die Waffe trotzdem nicht zur Hand

ja, lass es zu

steh mit dem Rücken ruhig zur Wand.

Lass es zu,

dein Weinen, Lachen, deine Fröhlichkeit.

Lass es zu,

dass zwischen Tränen dich die Sonne freut.

Lass es zu,

dass du an einem Abend sterben willst

und lass es zu,

dass du am nächsten Morgen Kräfte fühlst.

Lass es zu,

dass die Enttäuschung dich nicht mürbe macht.

Lass es zu,

dass deine Skepsis deinen Wunsch bewacht.

Lass es zu,

dass du ein Mensch bist und kein Wundertier.

Lass es zu,

dein Leben – heute, jetzt und hier.

(Erika Pluhar)

 

 

Was es ist

Es ist Unsinn,
sagt die Vernunft.
Es ist was es ist,
sagt die Liebe.
Es ist Unglück,
sagt die Berechnung.
Es ist nichts als Schmerz,
sagt die Angst.
Es ist aussichtslos,
sagt die Einsicht.
Es ist was es ist,
sagt die Liebe.
Es ist lächerlich,
sagt der Stolz.
Es ist leichtsinnig,
sagt die Vorsicht.
Es ist unmöglich,
sagt die Erfahrung.
Es ist was es ist,
sagt die Liebe.

 

(Erich Fried)

 

Ich bin da

 

In das Dunkel Deiner Vergangenheit und in das Ungewisse Deiner Zukunft, in den Segen Deines Helfens und in das Elend Deiner Ohnmacht; lege ich meine Zusage: Ich bin da.

 

In das Spiel Deiner Gefühle

 

und in den Ernst Deiner Gedanken, in den Reichtum Deines Schweigens und in die Armut Deiner Sprache; lege ich meine Zusage: Ich bin da.

 

In die Fülle Deiner Aufgaben und in die Leere Deiner Geschäftigkeit, in die Vielzahl Deiner Fähigkeiten und in die Grenzen Deiner Begabung; lege ich meine Zusage: Ich bin da.

 

In das Gelingen Deiner Gespräche und in die Langeweile Deines Betens, in die Freude Deines Erfolges und in den Schmerz Deines Versagens; lege ich meine Zusage: Ich bin da.

 

 

In die Enge Deines Alltags und in die Weite Deiner Träume, in die Schwächen Deines Verstandes und in die Kräfte Deines Herzens; lege ich meine Zusage: Ich bin da.

(geschickt worden von Sabine)

 

 

 

 

Der Panther

Im Jardin des Plantes, Paris

Sein Blick ist vom Vorübergehen der Stäbe
so müd geworden, daß er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf-.Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille-
und hört im Herzen auf zu sein.

 

(Rainer Maria Rilke)


 

 

 

 

Dein "schwieriger" Weg

Schließe Deine Augen, und Du wirst mehr sehen als jeder andere.

Höre auf Deine innere Stimme, und Du wirst die Dinge besser verstehen.

Genieße die Ruhe, wenn kein Wort die eindeutige, allumfassende Stille durchbricht.

Nimm Dich liebend an, mit Deinen Schwächen, die dadurch werden zu Deinen Stärken.

Nutze jeden Moment Deines Lebens, geprägt durch den Weg des Glücks, der Liebe, der Hoffnung.

Fürchte Dich nicht vor dem Tod, denn sonst müßtest Du auch das Leben fürchten.

Alles ist ein Teil von Dir, so wie Du ein Teil von jedem und allem bist.

Achte auf jede Deiner Bewegung, sie ist ein Spiegel Deiner Seele, Deiner Vernunft.

Orientiere Dich nicht an der Masse, am Durchschnitt, am Abstrakten, sie vernichtet Dein Sein.

Sollte die Realität diese hier beschriebenen Behüter des Seins einmal gefährden, widerstehe der Versuchung des einfachen Weges. Deine Belohnung wird sein:
Dein Ich

(unbekannter Verfasser)

                                                                                

 

                                                                             

 

 

Alles ist eins

Einmal, am Rande des Hains,
stehn wir einsam beisammen
und sind festlich, wie Flammen-
fühlen: Alles ist eins.

Halten uns fest umfasst,
werden im lauschenden Lande
durch die weichen Gewande
wachsen wie Ast an Ast.

Wiegt ein erwachender Hauch
die Dolden des Oleanders:
Sieh, wir sind nicht mehr anders,
und wir wiegen uns auch.

Meine Seele spürt,
dass wir am Tore tasten.
Und sie fragt dich im Rasten:
Hast Du mich hergeführt?

Und du lächelst darauf
so herrlich und heiter
und: bald wandern wir weiter:
Tore gehn auf.....

Und wir sind nichtmehr zag,
unser Weg wird kein Weh sein,
wird eine lange Allee sein
aus dem vergangenen Tag.

(Rainer Maria Rilke)

 

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Zwei Frösche

Zwei kleine Frösche, grün und blaß
die fielen in ein Sahnefaß.
Der eine gab das Strampeln auf
und endete den Lebenslauf.
Ser andre aber unverdrossen
bewegte munter seine Flossen;
So schlug zu Butter er den Rahm.
Und als der nächste Morgen kam
da schaut er fröhlich aus der Tonne
und blinzelt in die Morgensonne.
Drum merk dir für den Lebenslauf,
gib nie Geduld und Hoffnung auf.

(unbekannter Verfasser)

 


 

 

 

 

 

Ich wünsche dir alle die Dinge,




von denen man sagt,
wie schön, dass es sie immer noch gibt:
den Anblick der Vogelschwinge,
die ins Blaue des Himmels fliegt,
den Gesang, den die Laute begleitet,
ein Gedicht, verwandelt zum Lied,
eine Glocke, die Frieden läutet,
wenn es dich abends heimwärts zieht.


Ich wünsche dir alle die Dinge,
die dich trösten sollen im Leid:
die Farben der Schmetterlinge,
den Garten im Frühlingskleid,
eine Amsel, die für dich singt,
einen Gang durch die Weizenfelder,
das Glücksgefühl, das dich durchdringt
bei der Rast im Schatten der Wälder,
das herbstliche Blatt voll rötlicher Glut,
das die Stürme vom Baume verscheuchten,
den gefrorenen See und sein glitzerndes Leuchten,
wenn du still vor ihm stehst und dir sagst:
Es ist gut.


Elli Michler

 

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